Dauerausstellungen


Mittelalterliche Bildwerke aus Altbayern

Die Menschen haben immer Interesse an der Kunst vergangener Epochen. In der Renaissancezeit mit der Wiederentdeckung der Antike entstand ein neues, auch der Welt zugewandtes Geschichtsbewußtsein. Der Adel, die Fürsten, aber auch wohlhabende Kaufleute suchten für ihre Häuser antike Plastiken, wenn auch oft nur als Kopie. Solche Abgüsse wurden auch Vorbilder bzw. Modell bei der Ausbildung von Künstlern und Kunsthandwerkern. Die berühmteste Sammlung ist das Musče de Sculpture Camparče in Paris, auch Berlin und das Germanische Museum Nürnberg besitzen solche Kunstdenkmäler in Abgüssen wie auch das Bayer. Nationalmuseum. Diese Kopien sind oft in besserem Zustand als die von der Umwelt geschädigten Originale. Im letzten Jahrhundert konnte man solche Abgüsse sogar bei Museen kaufen.

Ab 1920, als man mit modernen Verkehrsmitteln oft die Originale aufsuchte, war diese wertvolle Sammlung dort in Kellerräume verbannt. Als manches Kunstwerk im Krieg unterging, erinnerte man sich dieser wertvollen Bestände. In Asbach fanden sie nun eine neue Heimat. Es sind ausgestellt romanische Plastik, z. B. Taufstein aus Altenstadt bei Schongau, die Bestiensäule der Freisinger Domkrypta, Bildwerke aus St. Zeno in Reichenhall. Auch Hochgotik und Frührenaissance sind vertreten, z. B. Regensburger Dom, Kloster Seligenthal Landshut, Relief aus dem Nürnberger Rathaussaal, Kreuzigungsgruppe, Maria mit Christus als Schmerzensmann aus Blutenburg. Neben den berühmten Grabdenkmälern Asbacher Äbte im Klosterkreuzgang, die bis 1983 oft Fußbodenbelag waren, sind Grabmäler aus Bayrischen Kirchen ausgestellt, Agnes Bernauer, Hl. Wolfgang, Ekbert und Mathilde aus Vornbach, das Ebersberger Stiftergrabmal.

Im Museum ist dafür ein Bildführer zu kaufen, nirgends in Bayern gibt es an einem Platz einen solchen Überblick über die Bayrische Plastik. Leider ist dies noch nicht genügend bekannt, auch nicht bei den Schulen der Region. Bayerische Metallkunst Nachdem von 1984-1990 in Asbach Niederbayrische Bauernmöbel gezeigt wurden, ziehen seither Meisterwerke der Metallkunst aus Zinn, Kupfer, Messing und Bronze viele Besucher an, es sind etwa 250 Objekte zu sehen. Es handelt sich um Teller, Schraubflaschen, Humpen, Zunftgefäße, Ratskannen, Leuchter und Metalltruhen. Zu sehen ist auch eine bedeutende Auswahl aus den Schmiedeeisenbeständen des Bayerischen Nationalmuseums.